101. GV - SRG Bern Freiburg Wallis fordert Vollprogramm

SRG Bern Freiburg Wallis fordert Vollprogramm in neuer Konzession

Die SRG Bern Freiburg Wallis verabschiedete an ihrer Generalversammlung eine Resolution zur Erneuerung der SRG-Konzession. Diese soll weiterhin eine starke und in der Bevölkerung verankerte SRG sicherstellen. Gefordert werden neben der Sicherung des Vollprogramms unter anderem auch der Erhalt der digitalen Handlungsfähigkeit.

Vollprogramm ermöglicht gemeinsame Öffentlichkeit
Die SRG Bern Freiburg Wallis fordert, dass die neue Konzession die SRG ausdrücklich verpflichtet und befähigt, weiterhin ein Vollprogramm zu erbringen. Die SRG muss auch künftig in allen Sprachregionen ein umfassendes publizistisches Angebot in den Bereichen Information, Kultur, Bildung, Unterhaltung und Sport erbringen. Reformen, Priorisierungen und Kooperationen sind möglich; nicht akzeptabel ist jedoch eine konzessionsrechtliche Verengung des Auftrags auf Information plus Randangebote und damit eine schleichende Aushöhlung des Service public. Sport und Unterhaltung sind kein Beiwerk, sondern Teil des öffentlichen Auftrags: Sie schaffen Reichweite und gemeinsame Öffentlichkeit, stärken kulturelle Sichtbarkeit und regionale Verbundenheit und tragen damit – gerade im föderalen, mehrsprachigen Kontext der Schweiz – zum nationalen Zusammenhalt und zur Präsenz der Regionen bei.

Teuerung soll zuhanden der SRG wieder ausgeglichen werden
Das Ziel der ohne Gegenstimme verabschiedeten Resolution ist es, in der Öffentlichkeit und innerhalb der SRG-Trägerschaft rechtzeitig eine Debatte über die Eckwerte der neuen SRG-Konzession anzustossen. «Die neue Konzession muss der SRG verlässliche Rahmenbedingungen bieten und sie handlungsfähig halten. Der laufende Sparauftrag, den der Bundesrat durch die Senkung der Haushaltsabgabe vorgeschrieben hat, darf nicht zusätzlich verschärft werden. Ansonsten sind der Kernauftrag der SRG und damit der unabhängige und wahrheitssuchende Journalismus in Gefahr», so Philipp Schori, Präsident der SRG Bern Freiburg Wallis. Im Gegenteil: Die Teuerung soll zuhanden der SRG in Zukunft wieder vollständig ausgeglichen werden.

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